Heidi Heinrich

Heidi Heinrich wurde im Jahr 1975 inmitten der Ferienregion "Heidiland" geboren. Am Alpenrhein, auf Bergen, zwischen Pferden, Kühen und Ziegen erlebte sie eine sehr naturverbundene Kindheit, in der die Musik, vor allem das gemeinsame singen, sowohl zuhause, als auch in der Schule zu ihren Highlights gehörten. Nach drei Jahren Flötenunterricht hätte sie gerne Gitarre gelernt, was leider an der Angst vor den alljährlichen Vorspielen im Rahmen der Musikschule scheiterte.

Heidi HeinrichSo erfüllte sie sich ihren instrumentalen Traum erst mit 16 Jahren in Verbindung mit ihrer Ausbildung zur Grundschullehrerin. Musik gehörte dort zu den Hauptfächern und sie hatte das Glück, zusätzlich zum Gitarrenunterricht noch an zwei wöchentlichen Musikstunden, Klavierunterricht und dem Chorgesang teilzunehmen. Die dazugehörigen Konzentrationswochen gehören zu den schönsten Erinnerungen in dieser Ausbildungszeit.

Ein Heim für verhaltensschwierige Kinder war ihre erste Arbeitsstelle, wo ihr das gemeinsame Musizieren auf der Wohngruppe viele schönen Erlebnisse mit den Kindern bescherte und klar machte, dass Musik auch in schwierigen Verhältnissen verbindenden Charakter hat. Hier wurde die Lust auf das Flötenspiel wieder geweckt, weil eine Arbeitskollegin jemanden suchte, um mit Altblockflöten Duette zu spielen, was die Kinder der Wohngruppe in ihrem eigenen Flötenspiel anregte. Obwohl das Begleiten auf der Gitarre im Heimumfeld im Vordergrund stand, entstand in dieser Zeit der Wunsch, nach klassischem Gitarrenunterricht, den sie bei Alfred Schwarz, fünf Jahre mit großer Begeisterung besuchte.

Im Jahre 2003 zog sie, um eine Familie zu gründen, nach Singhofen (Deutschland). Zwei Kinder erblickten dort das Licht der Welt. Während dieser eher häuslichen Zeit unterrichtete sie ihre ersten Schüler und Schülerinnen in Gitarre, wobei ihr die Vermittlung der Freude an Musik stets wichtiger war als die Leistung, und es zeigte sich, dass ihre Idee, vor allem Liedbegleitung anzubieten, viele ängstliche Erwachsene ermunterte, sich an ein Instrument und ans Singen zu wagen.

Nach ihrem Umzug nach Wiesbaden und dem dritten Nachwuchs stellte sie das Unterrichten erst einmal ein, um viel Zeit mit den eigenen Kindern verbringen zu können. Doch bald fand sie ein ideales, neues musikalisch-pädagogisches Betätigungsfeld. Mit großer Begeisterung hat sie für das Projekt "Singende Kindergärten" in Frankfurt gearbeitet und bot aufgrund der tollen Erfahrungen und der Wahrnehmung der Notwendigkeit von mehr Musik in den Kindertagesstätten einen "Singen und Springen-Kurs" für die Kinder der Auringer KITA an. Auch die evangelische Familienbildungsstätte gab ihr die Möglichkeit, einen "Singen und Springen-Kurs" für Eltern und Kinder in der Evangelischen Kirchengemeinde Wiesbaden-Bierstadt anzubieten.

Mit dem Heranwachsen der Kinder wurde der Wunsch, mehr Musik unter die Menschen zu bringen wieder stärker und Heidi Heinrich kehrte zu ihren Lehrerinnenwurzeln zurück und unterrichtet seit 2012 als Teilzeitkraft an der Grundschule, was ihr nochmals deutlich machte, dass die Musik in pädagogischen Einrichtungen unbedingt der Pflege und vermehrter Aufmerksamkeit bedarf.

So war es eine glückliche Fügung, dass sie eine Anfrage für einen Weiterbildungskurs für Erzieherinnen der katholischen Kitas in Wiesbaden bekam, um die Erzieherinnen ganz spezifisch für das Gitarrenspiel mit Kindern zu unterrichten.

Für die eigene musikalische Anregung singt Heidi Heinrich, seit 2008, mit viel Freude im Chor Cantate Domino in Wiesbaden-Bierstadt mit. Um die Stimme für Schule und Musik fitter und runder zu machen erfüllt sie sich seit 2017 den Wunsch nach Stimmbildung, was ihr die wunderschöne Möglichkeit gibt in einer musikalischen Kleinstbesetzung (Trio) mehrstimmig zu singen. Trotz der alten, aufkommenden Auftrittsängste gestaltet sie mit dem Trio "3für1" regelmässig musikalische Andachten und freut sich sehr über diese Möglichkeit des gemeinsamen Singens.

2018 entdeckte sie mehr zufällig die Ausschreibung zur Weiterbildung "Primacanta - jedem Kind seine Stimme" und wusste sofort, dass sie diese unbedingt besuchen wollte. Endlich eine musikalische Weiterbildung, ausschließlich praxisorientiert und mit einer klaren aufbauenden Struktur! Die Weiterbilung hielt, was sie versprach und hat mir sehr viel Freude und Inspiration gebracht! So sind dann in der Coronazeit die ersten Musikvideos entstanden, von denen ich hoffe, dass sie einen Beitrag zu mehr Musik an die Grundschulen leisten können.